Vorsorge bei Nestlé

Der Fonds de Pensions Nestlé ist eine Vorsorgestiftung, die das Ziel verfolgt, für ihre Mitglieder oder deren Hinterlassene im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall Leistungen zu erbringen. Sitz der Stiftung ist Vevey (Schweiz).

Zum Kreis der Versicherten zählen die Mitarbeitenden von Nestlé in der Schweiz. Der Mitgliederbestand umfasst um die 8’900 aktive Versicherte und mehr als 5’900 Rentenbezüger. Die Bilanzsumme beläuft sich auf rund CHF 7.8 Milliarden.

Der Fonds de Pensions Nestlé ist ein paritätischer Fonds, der durch die aktiven Versicherten und ihre Arbeitgeber finanziert wird. Er ist im Register für berufliche Vorsorge eingetragen. Die gewährten Leistungen sind umhüllend, das heisst sie übertreffen die vom BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge) vorgeschriebenen Mindestleistungen.

Der Fonds de Pensions Nestlé trägt selbständig die Deckung der Risiken Alter, Tod und Invalidität.

Seit Mitte 2013 ist die berufliche Vorsorge bei Nestlé gemäss dem Grundsatz des Beitragsprimats organisiert.

Das Verwaltungsteam besteht aus 16 Mitarbeitenden.

 

Kennzahlen

31.12.2019
31.12.2018
Deckungsgrad
114.4%
105.8%
Total verfügbares Vermögen
CHF 7’675.5 mio
CHF 6’942.2 mio
Verpflichtungen
CHF 6’712.0 mio
CHF 6’559.2 mio
  – Vorsorgekapital für Rentner
CHF 4’011.8 mio
CHF 3’971.8 mio
  – Vorsorgekapital für aktive Versicherte
CHF 2’436.6 mio
CHF 2’522.3 mio
  – Technische Rückstellungen
CHF 263.6 mio
CHF 65.1 mio
Wertschwankungsreserven
CHF 963.5 mio
CHF 383.0 mio
Performance der Anlagen
14.0%
-4.0%
Asset-Allokation
  – Liquidität und kurzfristige Anlagen
0.9 %
2.0%
  – Aktien
29.3%
32.6%
  – Obligationen
41.5%
36.5%
  – Immobilien
23.2%
22.8%
  – Alternative Anlagen
5.1%
6.0%
Verzinsung der Alterssparguthaben
2.75%
1.0%
Technischer Zinssatz
2.25%
2.25%
Technische Grundlagen
BVG 2015
BVG 2015
Anzahl Versicherte
14’734
15’758
  – aktive Versicherte
8’847
9’967
  – Rentner
5’887
5’791

 

Entwicklung des Deckungsgrad

 

 

Geschichte

Der Fonds de Pensions Nestlé bietet den Mitarbeitern der Firma Nestlé eine Vorsorge, die den höchsten Ansprüchen entspricht und dies trotz den wichtigen Herausforderungen wie die Erhöhung der Lebenserwartung sowie der schwierigen Situation auf den Finanzmärkten. Die Entwicklung des Fonds folgt der Entwicklung des Gründerunternehmens Nestlé, unter anderem durch Fusionen und Erwerb von neuen Firmen.

Chronologie

2018
Änderung des technischen Zinssatzes sowie der technischen Grundlagen und in Folge Senkung der Umwandlungssätze.
2016
Erstellung und Start der Internetseite. Die Verwaltung zählt 15 Mitarbeiter die 11'500 aktiven Versicherten und 5'500 Rentner zur Verfügung stehen.
2015
Modernisierung des Versands der Vorsorgeausweise und weiteren Dokumente an die aktiven Versicherten, dank einem direkten Zugriff auf eine sichere und persönliche Intranet-Seite
2013
Per 1. Juli Einführung des neuen Vorsorgeplans im Beitragsprimat. Dieser neuer Sparplan für die neuen und die Versicherten die nach dem 1. Januar 1959 geboren sind, gewährt ähnliche Leistungen wie im alten Leistungsprimats-Plan.
2011
Änderung der technischen Grundlagen und in Folge Senkung der Umwandlungssätze.
2008
Der Fonds feiert sein 60-jähriges Bestehen.
2007
Die Verpflichtungen des “Fonds de Pensions Complémentaire Nestlé” gegenüber den Rentnern wird vom “Fonds de Pensions Nestlé” übernommen.
2003
Änderung der Anzahl Mitgliedschaftsjahre des Leistungsziel auf 40 Jahre
2000
Namensänderung: Zusammenschliessung der zwei Stiftungen Fonds de Pensions Nestlé I und II unter dem Namen  “Fonds de Pensions Nestlé”. Der “Fonds de Prévoyance (Fondation Louis Dapples)” heisst neu “Fonds de Pensions Complémentaire Nestlé”.
1995
Einführung des Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge sowie der Wohneigentumsförderung
1985
Das neue Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) tritt in Kraft. Einführung der elektronischen Datenverarbeitung und des Programms “PEPE” bei der Pensionskassenverwaltung.
1981
Erhöhung des Rentenalters für Frauen auf 62 Jahre
1975
Änderung des Leistungsziels der Alterspension
1972
Zusammenlegung der beiden Pensionsfonds für die Arbeiter und jene für die Angestellen von Nestlé sowie der Pensionskasse von MAGGI unter dem neuen Namen “Fonds de Pensions Nestlé I”. Der “Fonds de Pensions Nestlé II” verwandelt sich in einen Immobilienfonds.
1960
Einweihung des Tschumi-Gebäudes (Bergère A), in dem die Verwaltung des Fonds de Pensions untergebracht wird. Einführung der eidgenössischen Invalidenversicherung.
1948
Nestlé organisiert das Pensionskassensystem für das Personal neu. Sie gründet zwei Stiftungen, die noch heute die Basis des paritätischen Pensionsfonds von Nestlé in der Schweiz bilden: den “Fonds de Pensions Suisse des Employés Nestlé” und den “Fonds de Pensions Suisse des Ouvriers Nestlé”. Im Andenken an den eben im Amt verstorbenen Verwaltungsratspräsidenten erhalten die beiden neuen Fonds die Ehrenbezeichnung “Fondation Edouard Muller”. Einführung der AHV.
1919
Das Ruhestandkonto wird in eine Stiftung mit dem Namen “Einrichtung zu Gunsten des Personals der Nestlé & Anglo-Swiss Condensed Milk Co. Cham & Vevey” umgewandelt. Diese Stiftung zahlt die Pensionen des pensionierten Nestlé-Personals (1921 sind es 115 ehemalige Arbeiter und Angestellte). Nestlé überweist aus seinen Reserven CHF 2,5 Mio an die Stiftung.
1911
wird in der Schweiz das Bundesgesetz über Kranken- und Unfallversicherung erlassen und 1918 die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt gegründet. Nestlé zahlte für ihre Mitarbeiter bereits im Jahr 1875 Prämien an eine Arbeiterkrankenkasse und 1880 für Versicherungsleistungen.
1910
wird eine Pensionskasse für ”Arbeiter und Angestellte” der beiden fusionierten Unternehmen geschaffen mit je einem Vorsorge- und einem Ruhestandskonto.